Odeon Theater Goslar

GOSLAR. „Eine Stadt - Ein Theater“ – und zwar ein richtig Gutes. „Es hat alles, was man sich wünschen kann, eine gute Akustik, eine gute Ausstattung – ganz im Gegensatz, zu den kalten, unpersönlichen Mehrzweckhallen.“ Wenn dies eine so grandiose Schauspielerin wie Ellen Schwiers sagt und dazu extra 800 km Anreise auf sich nimmt, dann muss wirklich etwas dran sein. Und auch 200 Mitwirkende eines mitreißenden Benefiz-Abends unterstrichen eindrucksvoll, dass das Odeon hervorragende Möglichkeiten bietet, um nahezu alles auf die Bühne zu stellen: Show, Artistik, Gesang, Musik, Jazz-Dance und Ballett. Verschiedenste Genres hatte Veranstalterin Conni Buhl zusammengeführt und so bewiesen, wie sehr die Stadt, ihre Ortsteile und auch der Landkreis das Odeon brauchen - denn fast alle Künstler kamen aus dem Harz. Moderator Gerd Niehus gab sich daher äußerst optimistisch, dass „für jeden im Publikum etwas dabei ist“ und er sollte recht behalten. Sportbegeisterte genossen die Auftritte der Turner des VFL Oker und der Cheerleader des GSC 08. Letztere verblüfften mit atemberaubender, punktgenauer Akrobatik, die das Odeon sonst nur mit dem chinesischen Staatszirkus erleben darf. Und das ehrwürdige Theater durfte weiter staunen, was Goslarer Akteure ihm alles bieten können: So bekam der erst 17-jährige Sänger Derya Yürüyen als „Graf von Krolok“ einen donnernden Applaus für sein aufwühlendes Solo. Er setzte damit das Highlight in einem Gesangsblock des Programms, den Claudine Herzberg mit dem Trio Pour Elle, das Quartett Klangformen und schließlich die Damen des „fiertussimo“ bestritten. Die Juventa-Chöre, der Chor des CvD sowie Chor und Symphonisches Blasorchester des Ratsgymnasiums zeigten, wie groß die Bühne eigentlich ist – 70 Akteure, kein Problem, das Odeon passt. So auch für das Musicalensemble „Copacabana“ mit der aktuellen Auflage der zur guten Odeon-Tradition gewordenen Inszenierungen Axel Dückers. Kubanischheiße Rhythmen heizten den Zuschauern ein, die sich auf vier Aufführungen im Juni freuen dürfen. Ebenso sollte ein Odeon-Besuch im September zum Pflichtprogramm gehören, wenn die Rockoper „Tommy“ zu sehen ist. Anspruchsvoll, aber keineswegs unmöglich – wie das dahinterstehende Musicalensemble mit „Listen to you I get the music“ bewies - wirklich großes Theater, wie dies schon immer im Odeon der Fall war. Denn davon erzählte das Haus seinen Besuchern in der Pause zu Bäckers Braun leckeren Odeon-Talern voller Stolz selbst: Alte Theaterplakate berichteten von bedeutenden Gästen. Grete Weiser, Heinz Ehrhardt, Vico Torriani und viele, viele andere spielten in Goslar. Wahrlich: „Das Theater hat Tradition, es hat Atmosphäre, es wäre ein Verbrechen, wenn man es nicht hält“, die Worte Rüdiger Wolffs trafen den Nerv der Anwesenden. Der sympathische Sänger machte sich für die Rettung des Hauses stark, in dem er einst die „Nordische Weihnacht“ feierte. Und auch Ellen Schwiers hat gute Erinnerungen an Goslar, wo sie z.B. im letzten Jahr mit einem außergewöhnlichen „Jedermann“ gastierte. Dabei war die Begeisterung durchaus nicht einseitig und so versprach die Grand Dame des Theaters unter Beifall: „Wenn Sie mich brauchen, ich bin da“. Sie mahnte – speziell an die im Saal sitzenden Politiker gewandt – das Theater zu erhalten, eine Bitte, die Conni Buhl mit ihrem Lied für das Odeon „Leise weint der Silbermond“ nachdrücklich unterstrich. Ein erfolgreicher Abend, ein ausverkauftes Haus trotz Walpurgis. Möglich wurde dies dank einer großzügigen Spende der Firma Recylex, deren Geschäftsführer Reimund Westphal spontan entschieden hatte, den Differenzbetrag von rund 3.000 Euro zu übernehmen. So kann sich das Odeon nun nach Berechnung von Marianne Guder-Brauer über insgesamt 10.000 zusätzliche Euro freuen, die die neue Lichtsteuerung finanzieren werden. Ein erster Schritt zur Rettung, der von allen Anwesenden mit tosendem Applaus gefeiert wurde. Und das Odeon selbst? Es schien im Licht des Silbermonds optimistisch zu lächeln ..... CatrinKammer

GOSLAR. „Eine Stadt - Ein Theater“ – und zwar ein richtig Gutes. „Es hat alles, was man sich wünschen kann, eine gute Akustik, eine gute Ausstattung – ganz im Gegensatz, zu den kalten, unpersönlichen Mehrzweckhallen.“ Wenn dies eine so grandiose Schauspielerin wie Ellen Schwiers sagt und dazu extra 800 km Anreise auf sich nimmt, dann muss wirklich etwas dran sein. Und auch 200 Mitwirkende eines mitreißenden Benefiz-Abends unterstrichen eindrucksvoll, dass das Odeon hervorragende Möglichkeiten bietet, um nahezu alles auf die Bühne zu stellen: Show, Artistik, Gesang, Musik, Jazz-Dance und Ballett. Verschiedenste Genres hatte Veranstalterin Conni Buhl zusammengeführt und so bewiesen, wie sehr die Stadt, ihre Ortsteile und auch der Landkreis das Odeon brauchen - denn fast alle Künstler kamen aus dem Harz. Moderator Gerd Niehus gab sich daher äußerst optimistisch, dass „für jeden im Publikum etwas dabei ist“ und er sollte recht behalten. Sportbegeisterte genossen die Auftritte der Turner des VFL Oker und der Cheerleader des GSC 08. Letztere verblüfften mit atemberaubender, punktgenauer Akrobatik, die das Odeon sonst nur mit dem chinesischen Staatszirkus erleben darf. Und das ehrwürdige Theater durfte weiter staunen, was Goslarer Akteure ihm alles bieten können: So bekam der erst 17-jährige Sänger Derya Yürüyen als „Graf von Krolok“ einen donnernden Applaus für sein aufwühlendes Solo. Er setzte damit das Highlight in einem Gesangsblock des Programms, den Claudine Herzberg mit dem Trio Pour Elle, das Quartett Klangformen und schließlich die Damen des „fiertussimo“ bestritten.
Die Juventa-Chöre, der Chor des CvD sowie Chor und Symphonisches Blasorchester des Ratsgymnasiums zeigten, wie groß die Bühne eigentlich ist – 70 Akteure, kein Problem, das Odeon passt. So auch für das Musicalensemble „Copacabana“ mit der aktuellen Auflage der zur guten Odeon-Tradition gewordenen Inszenierungen Axel Dückers. Kubanischheiße Rhythmen heizten den Zuschauern ein, die sich auf vier Aufführungen im Juni freuen dürfen. Ebenso sollte ein Odeon-Besuch im September zum Pflichtprogramm gehören, wenn die Rockoper „Tommy“ zu sehen ist. Anspruchsvoll, aber keineswegs unmöglich – wie das dahinterstehende Musicalensemble mit „Listen to you I get the music“ bewies - wirklich großes Theater, wie dies schon immer im Odeon der Fall war. Denn davon erzählte das Haus seinen Besuchern in der Pause zu Bäckers Braun leckeren Odeon-Talern voller Stolz selbst: Alte Theaterplakate berichteten von bedeutenden Gästen. Grete Weiser, Heinz Ehrhardt, Vico Torriani und viele, viele andere spielten in Goslar. Wahrlich: „Das Theater hat Tradition, es hat Atmosphäre, es wäre ein Verbrechen, wenn man es nicht hält“, die Worte Rüdiger Wolffs trafen den Nerv der Anwesenden. Der sympathische Sänger machte sich für die Rettung des Hauses stark, in dem er einst die „Nordische Weihnacht“ feierte. Und auch Ellen Schwiers hat gute Erinnerungen an Goslar, wo sie z.B. im letzten Jahr mit einem außergewöhnlichen „Jedermann“ gastierte. Dabei war die Begeisterung durchaus nicht einseitig und so versprach die Grand Dame des Theaters unter Beifall: „Wenn Sie mich brauchen, ich bin da“. Sie mahnte – speziell an die im Saal sitzenden Politiker gewandt – das Theater zu erhalten, eine Bitte, die Conni Buhl mit ihrem Lied für das Odeon „Leise weint der Silbermond“ nachdrücklich unterstrich.
Ein erfolgreicher Abend, ein ausverkauftes Haus trotz Walpurgis. Möglich wurde dies dank einer großzügigen Spende der Firma Recylex, deren Geschäftsführer Reimund Westphal spontan entschieden hatte, den Differenzbetrag von rund 3.000 Euro zu übernehmen. So kann sich das Odeon nun nach Berechnung von Marianne Guder-Brauer über insgesamt 10.000 zusätzliche Euro freuen, die die neue Lichtsteuerung finanzieren werden. Ein erster Schritt zur Rettung, der von allen Anwesenden mit tosendem Applaus gefeiert wurde. Und das Odeon selbst? Es schien im Licht des Silbermonds optimistisch zu lächeln ..... CatrinKammer